Geschichte des Weines

Wie der Wein nach Eppan kam. Eine kleine Zusammenfassung der Entwicklung des Weinbaus in der Überetscher Marktgemeinde.

Der Wein ist ein sehr historisches Genussmittel. Vor 8000 Jahren wurden der erste vergorene Saft der Trauben in Persien und Mesopotamien getrunken. Der Wein war immer schon beliebt und galt sogar als Getränk der Götter. Die Beliebtheit des Weines ist heute unverändert groß. Viele Gebiete widmen sich in der Landwirtschaft und der Produktion ganz den Trauben und ihrer Verarbeitung. So auch viele Orte in Südtirol.

Hier sind die Voraussetzungen für gute Weinsorten gegeben. Die Wärme des Südens, der Schutz vor rauhem Klima durch die Alpen und die Beschaffenheit des Bodens sind die besten Voraussetzungen für die Ernte von schmackhaften, gehaltvollen Trauben. Außerdem dürfen die Beeren bei einer Temperatur von mindestens 15° Celsius - meist aber bei wärmerem Wetter - reifen.

Südtirol ist eines der ältesten Weinanbaugebiete im deutschen Sprachraum. Bereits aus der Zeit von 500 vor Christus wurden in der Nähe von Eppan die ersten Traubenkerne und Bilder von Trinkfesten gefunden.

Im 1. Jahrhundert vor Christus kam die Rebe ins obere Etschtal – allem Anschein nach brachten die Illyrer die neue Pflanze ins Land. Die Räter schon lagerten um eineinhalb Jahrzehnte vor Christi den Wein in mit Holzreifen zusammengehaltenen Holzbehältern anstatt in Tonkrügen.
Im Mittelalter waren es vor allem die Klöster und Institutionen der Kirche, die den Weinanbau betrieben und sich auch aus Südtirol ihre guten Tropfen holten.

Im 19. Jahrhundert wurde aus Amerika der Mehltau und die Blattfallkrankheit “importiert”. Um die Jahrhundertwende kam noch der Befall durch die Reblaus hinzu. In dieser Zeit erlebte der Weinanbau eine seiner größten Krisen. Die Fläche der Weinberge wurde aus diesem Grunde drastisch reduziert.

Der zweite Weltkrieg gab dieser Entwicklung einen weiteren Dämpfer. Nun war es für die Weinbauern an der Zeit, neue Ideen zu entwickeln und dem “Geschäft” mit dem Wein neuen Aufschwung zu verleihen. Vor allem der Vernatsch war an der Weinstraße die Sorte, die auch im Ausland sehr guten Absatz fand. Der Vernatsch wurde nun in den meisten Weinbergen angepflanzt und sehr große Mengen von diesem leichten Wein produziert und auch sehr gut verkauft.

Seit den Neunzigern setzen Weinbauern und Kellereigenossenschaften mehr auf Qualität als auf Quantität. Verschiedene Sorten wurden angebaut, den Böden in der Zone angepasst, der Anbau genauer durchdacht, die Produktion ausgefeilt und gezielt in Richtung sehr gute Qualtität gelenkt.

Heute, zu Beginn des dritten Jahrtausends, befinden sich in Südtirol ca. 5.000 ha Weinberge, davon allein 1.100 ha in Eppan. Die Marktgemeinde im Überetsch besitzt somit die größte Fläche an Reben in Südtirol. Eppans Kellermeister machen bereits seit vielen Jahren durch niveauvolle Weine von sich reden.

Empfohlene Unterkünfte

  1. Hotel Schloss Korb
    Hotel

    Hotel Schloss Korb

  2. Fewo Fischerhof-Mauracher
    Urlaub auf dem Bauernhof

    Fewo Fischerhof-Mauracher

Tipps und weitere Infos