Von der Traube zum Wein

So kommt der Wein von der Rebe ins Fass: die Entwicklung der Rebe und Traube im Laufe des Jahres.

Das ganze Jahr über tut sich was, von der Pflege der Reben bis zum guten Tropfen ist es ein Weg, der jeden Monat ausfüllt:

Januar/ Februar
Die Reben werden geschnitten. Ein bis zwei „Läufer“ oder „Ruten“ des einjährigen Holzes werden auf 9 bis 11 „Augen“ (Stellen, an denen die Knospen sprießen) gekürzt und so Ordnung in die „Pergeln“ oder Drahtrahmen gebracht. In Kaltern wird oft noch in einem eigenen Arbeitsgang „gefirmt“. Die Reben werden von jeglichen Auswüchsen gesäubert und die Drähte von Bändern und Rebresten befreit. Meist jedoch wird dieser Vorgang in das „Rebenschneiden“ mit eingebunden.
Der erste Neuwein wird abgefüllt und verkauft.

Februar/März (Durchschnittstemperatur 8°C)/APRIL(Dst. 12°C)
Die Pergeln und Drahtrahmen werden angezogen, „aufgerichtet“ und bei Bedarf repariert. Danach binden - meist die Frauen - die Reben. Das heißt, die Ruten werden am Draht mit eigenen Bändern festgemacht. Je nach Größe des landwirtschaftlichen Betriebes braucht man für diese Arbeit die entsprechende Zeit.
Die Reben „weinen“ im April, d.h. das Wasser treibt von den Wurzeln ans Ende der abgeschnittenen Rebe.

Mai (Durchschnittstemperatur 17°C)/JUNI (Durchschnittstemperatur 22°C)
Die frischen Triebe sollten vor Krankheiten wie z.B. Peronospora geschützt werden. Arbeit der Landwirte, die sie mit chemischen oder biologisch abbaubaren Mitteln vollziehen.
Viele Weine des Jahres zuvor werden im Juni abgefüllt, da die meisten ihre Vollreife erreicht haben.

Juni/Juli (Durchschnittstemperatur 23°C)
Die Laubarbeiten sind an der Reihe. Sogenannte Geiztriebe, also überflüssige Triebe, und Blätter, die zuviel Schatten machen, werden immer wieder entfernt. Meist gehen Frauen zu dieser Zeit in die Weinberge. Der Schutz durch Spritzungen oder entsprechende Maßnahmen wird weiterhin gewährleistet. Vor allem ab jetzt sind die vielen ( bis zu 1.900) Sonnenstunden nötig.

August (Durchschnittstemperatur 20°C)
Überschüssige Trauben werden entfernt. Die blauen Beeren bekommen langsam ihre Farbe. Die Beeren, die nicht rechtzeitig reifen werden und jene, die einen Trieb schwächen, weil die Anzahl zu groß ist, werden abgeschnitten. Nur so erreichen die Trauben im Herbst die nötigen Reifegrade. In dieser Zeit ist die Gefahr des Hagels gegeben.

September (Durchschnittstemperatur 17°C)
Die Ernte steht vor der Tür. Je nach den durchschnittlichen Temperaturen im Jahr beginnt die Ernte der Weißweine wie Weißburgunder oder Gewürztraminer in warmen frühen Lagen Anfang oder Mitte September. Men nennt die Arbeit „Wimmen“. Die Weinfässer werden vorbereitet.

Oktober (Durchschnittstemperatur 13°C)
Die reifen, blauen Trauben werden nun in zwei bis drei Erntegängen in die Kellerei gebracht. So kommt nur beste und wirklich reife Ware in die Gärungsfässer.
In den Kellereien ist die Weinproduktion in vollem Gang. In dieser Zeit wird vor allem beim Törggelen der Suße gekostet. Das ist der noch süße, nicht ganz vergorene neue Wein, der vor allem zu gebratenen Kastanien sehr gut schmeckt.

November
Der Wein wird nach 6 bis 10 Tagen Gärungszeit von den Trestern getrennt und in die Lagerfässer gepumpt. Aus den gepressten Trestern wird später der bekannte Grappa, bei uns Treber genannt, gebrannt.

Dezember
Bis zur Mitte des Monats gärt der Wein nun in den Fässern weiter. Der Wein wird wieder in ein anderes Fass abgezogen.
Im Freien ruhen sich die Reben bei gefrorenem Boden aus, um im späten Winter dann erneut dem Vegetationszyklus zu folgen.

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